Aktuelles

» mehr   

Newsletter bestellen

» mehr   

Tickets bestellen

» mehr   

Pigor singt. Benedikt Eichhorn muss begleiten. Volumen 10.

Dezember 09
Organisator: V2112.05
Kom(m)ödchen Düsseldorf

Kultur-Event. Jazzige Balladen kontrastieren energetisch hochtourige Songs.

Mit Wumm und Schmackes hauen Pigor & Eichhorn ihr nagelneues Programm heraus; erfrischend intellektuell und zugleich ein großer Spaß.

Die beiden Bühnenpartner (Eichhorn, wie seit neun Volumen angelernt und dem Publikum vertraut, auch immer mal in der Rolle des Büttels und Stichwortgebers) nehmen das in Corona-Zeiten angeschwollene Talk-Show-Gequatsche mit Mitteln der Argumentationsanalyse auseinander, dass es von lateinischen Vokabeln nur so knallt. Wo früher ihr Hit "Heidegger" war, ist heute Schopenhauer: Im kleinen Philosophiekurs geht es um "Red Harings" und "Slippery Slopes", während in den Hymnen des Duos Racial Profiling, Klimakrisen-Verweigerer, Idioten und Immobilienfantasien auf die Schippe genommen werden.

Zum ersten Mal spielt Thomas Pigor fast durchgängig Gitarre und wenn er mehrfach backstage die angeblich defekte D-Saite austauschen geht, tritt Benedikt Eichhorn ins Rampenlicht und gibt heimelige Songs aus dem Nähkästchen zum Besten. Auch diese Intermezzi kennt und schätzt das mit dem Duo in die Jahre gekommene Publikum.

In Liedermacher-Manier hebt Pigor an der Gitarre zur "Verteidigung der Political Correctness" an. Letztlich wird aus dem langen Gesang eine Abrechnung mit ihren Auswüchsen "sprachlicher Putzfimmel" bis hin zur Cancel Culture. Und mit Eichhorn an seiner Seite entwickelt sich daraus ein witziger Diskurs über maskuline Pluralbildung und das plattdeutsche Plural-S als genderneutrale Alternative: "Pfarrers", "Lehrers" und "Polizistens" umfassen halt alle "Mutter, Vater und diverse Kinder". Auch diese volksnahe Variation aufs Gendern trifft mehrheitlich den Nerv des Publikums.

Jazzige Balladen kontrastieren die energetisch hochtourigen Songs und Brels "Ne me quitte pas" wird in Pigors Neuübersetzung "Bitte mach nicht Schluss!" zur Stalker-Hymne, die doch auch anrührt. Das "Rente gehn" für die alternativ angehauchte ökologische Projekt-Generation der späten 70er Jahre, der die beiden Salon-Hip-Hopper angehören, nicht gehn kann, hauen Pigor & Eichhorn dann im selbstironischen Schlusssong heraus. Aber mal ehrlich: So gute dürfen auch nicht abtreten!

Veranstaltung: Pigor und Eichhorn
Veranstaltungs-Nr.: V2112.05
Datum: Donnerstag, 09.12.2021, 20:00 Uhr
Ort: Kom(m)ödchen Düssseldorf
Abfahrt Kulturbus: 18:45 Uhr  

 

Tickets für Einheitspreis
Mitglieder 44,50
Nicht-Mitglieder 52,50
Schüler & Studenten 44,50

Foto: Thomas Nitz

Die Buchungsfrist ist abgelaufen. Falls wir Sie auf die Warteliste setzen oder im Falle von (kurzfristigen) Kartenrückgaben informieren sollen, senden Sie uns bitte eine E-Mail.

Pigor singt. Benedikt Eichhorn muss begleiten. Volumen 10.